Parken in der Innenstadt

Die Parkplatzsituation in unserer Innenstadt ist ein Ärgernis. Die Parkplätze reichen nicht, um in den Stoßzeiten alle Besucher und Bewohner zu versorgen. Die Anwohner und Arbeitnehmer, die in der Innenstadt arbeiten, trifft die Situation noch viel härter. Ich kenne das, weil ich einige Jahre in der oberen Karlstraße gewohnt habe. Glücklicherweise konnte ich einen der Tiefgaragenplätze mieten. Unser Besuch beschwerte sich jedoch regelmäßig über die mangelnden Parkplätze.

Mehr Parkmöglichkeiten sind ein Muss!

Die Attraktivität unserer Innenstadt könnte verbessert werden, wenn genügend Parkraum zur Verfügung stünde. Die individuelle Mobilität ist in unserer Kurstadt nicht adäquat durch öffentlichen Personennahverkehr zu ersetzen. Daher müssen wir uns den Problemen stellen, die durch Autoverkehr entstehen. Mehr Parkplätze in Verbindung mit einem Parkleitsystem und angepassten Parkgebühren werden den Verkehr zur Parkplatzsuche reduzieren und die Attraktivität unserer Kurstadt spürbar steigern.

Das Problem kann nur durch ein ganzheitliches Konzept gelöst werden, das auch den Neubau von Parkflächen einschließt. Das nützt den Anwohnern, den Besuchern und den Gewerbetreibenden gleichermaßen.

Zu teure Tarife und zu kurze Dauer

Die Tarife an der Parkstraße lassen nur eine Parkdauer von zwei Stunden zu. Das ist zu kurz, um in Ruhe einen Kaffee zu trinken, entspannt einkaufen zu gehen oder den Friseur zu besuchen. Andererseits werden ab der ersten Minute mindestens 70 Cent fällig – für die erste halbe Stunde. Eine Verbesserung würde die Anhebung der Parkdauer auf drei oder vier Stunden bringen.

Die ersten 15 oder 30 Minuten sollen kostenlos sein.

Hierzu kann man die Parkautomaten entsprechend umrüsten, eine “Brötchentaste” bzw. die kostengünstige Lösung der “Bad Nauheimer Sanduhr” einführen. Diese wird zum Selbstkostenpreis verkauft und mit einem Saugnapf an die Windschutzscheibe geklebt. Solange die Sanduhr läuft, ist das Parken kostenlos.

In der Innenstadt ist Bewohnerparken ein dringendes Thema.

Nicht alle Vermieter oder Hauseigentümer können, zum Teil aufgrund von Bestandschutzregelungen, ausreichend Parkplätze nachweisen. Hier brauchen wir innenstadtweite Lösungen zum Bewohnerparken, die das Problem lösen, nicht nur verlagern.

In der Terrassenstraße ließen sich ca. 35 Parkplätze durch einfache bauliche Maßnahmen schaffen.

Würde man dort quer Parken ermöglichen, so müssten nur ein circa 1,5 m breite Streifen des Kurparkgeländes zur Verfügung gestellt werden. Dieser würde als Gehweg ausgebaut werden und für schräges Parken wäre ausreichend Platz geschaffen. Technisch ist das Vorhaben einfach umzusetzen, weil nur die Hangseite des Kurparks abgefangen werden müsste, um ebenen Parkraum herzustellen. Mit einem mittleren sechsstelligen Betrag könnten zusätzliche Parkplätze entstehen.

Terrassenstraße

 

Eine Idee für die Zukunft

In der Innenstadt könnte ein Parkhaus mit ca. 180 bis 200 Plätzen entstehen, wenn der Gebäudekomplex auf Höhe der Friedrichstraße 20 als Parkhaus umgebaut werden würde. Die Liegenschaft gehört unserer Bad Nauheimer Wohnbaugesellschaft. Ein solches Projekt verlangt nach sorgfältiger Vorbereitung und ist zurzeit nicht mehr als eine Idee. Investoren sehen Parkhäuser als lohnendes Geschäft. Daher ist vorstellbar vorstellen, dass das Vorhaben finanziert und betrieben wird.

Innenstadtparkhaus Friedrichstraße (Die Visualisierungen wurden von raumkraft, Dirk Belke (M.A.) erstellt)

Beide Projekte zur Parkraumerweiterung wurden vom Verein Erlebnis Bad Nauheim e.V. zur Verfügung gestellt. Ich unterstütze diese Ideen ausdrücklich.

 

Auch für Fahrräder Parkmöglichkeiten schaffen

Zum Abschluss: Auch Fahrräder müssen sicher abgestellt werden können. Diebstahlschutz und Barrierefreiheit gelten gleichermaßen. Kürzlich wurde von mir als Fraktionsvorsitzenden der SPD ein Antrag zur Erweiterung der Fahrradständer am Kurparkplaza in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Dieser wurde einstimmig angenommen. Das zeigt, dass Lösungen nicht immer aufwändig und teuer sein müssen. Pendler fordern eine Sicherungsmöglichkeit der Fahrräder am Bahnhof – Friedberg hat das schon umgesetzt. Dem schließe ich mich an, denn wenn mehr Pendler auf Rad und Bahn umsteigen, hilft das unserer Umwelt.

Beide Projekte zur Parkraumerweiterung wurden vom Verein Erlebnis Bad Nauheim e.V. zur Verfügung gestellt. Ich unterstütze diese Ideen ausdrücklich.